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Vorstellungsgespräch

Wie mache ich beim Vorstellungsgespräch einen guten Eindruck und wie kann ich mich optimal vorbereiten? Wir haben 8 Tipps für das erste Zusammentreffen gesammelt.

Glückwunsch! Wenn Sie bereits zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen sind, haben Sie die erste Hürde überwunden. Beim Vorstellungsgespräch gilt es nun, das zu untermauern, was der Arbeitgeber durch Ihre schriftliche Bewerbung in Ihnen zu sehen glaubt. Hier sind gute Vorbereitung, ein selbstsicheres Auftreten und ein gepflegtes Äußeres essentiell.

Tipp 1: Vorbereitung ist alles!
Je besser Sie vorbereitet sind, desto weniger nervös werden Sie beim Gespräch sein. Sie können sich vorab in Ruhe überlegen, welche Fragen auf Sie zukommen werden. Was könnte für das Unternehmen wichtig sein? Was will der Arbeitgeber hören? Ihre Interviewer mögen es, wenn Sie sich bereits ausführlich über das Unternehmen informiert haben.

Zudem gibt es ein paar übliche Fragen beim Vorstellungsgespräch, auf die Sie sich gezielt vorbereiten können. Oft werden Sie zu Beginn darum gebeten, ein wenig von sich selbst zu erzählen. Erzählen Sie hier nicht Ihre ganze Lebensgeschichte – beschreiben Sie sich in ein paar Sätzen: was Sie zu Ihrer Berufswahl geführt hat, welche Aus- und Fortbildungen Sie gemacht haben, welche Meilensteine Sie in Ihrer Karriere durchlaufen haben, etc. Weitere häufig gestellte Fragen sind etwa

  • Warum haben Sie sich beworben? (Und warum wollen Sie Ihren derzeitigen Arbeitgeber verlassen?)
  • Was erhoffen Sie sich von diesem Job?
  • Was sind Ihre Stärken/Schwächen?
  • Warum sind gerade Sie für diesen Job geeignet?
  • Wo sehen Sie sich in 3, 5 oder 10 Jahren?
  • Wie gehen Sie mit Stresssituationen um?
  • Was würden Sie gerne verdienen? (Siehe Tipp 6)

Geben Sie hier möglichst präzise, aber auch möglichst unverfängliche Antworten. Sie sollten dabei immer positiv bleiben: Lästern Sie nicht über frühere Arbeitgeber und machen Sie sich nicht selbst klein. Legen Sie sich auch ein paar positiv besetzte Formulierungen bereit: Anstatt „Das kann ich nicht!“ zu sagen, kommen Sätze wie „Das möchte ich bei Ihnen unbedingt noch lernen!“ wesentlich besser an.

Überlegen Sie zudem auch, was Sie noch vom Arbeitgeber wissen möchten – etwa übliche Arbeitszeiten, die Größe des Teams oder etwa Hierarchien im Unternehmen. Das hilft nicht nur Ihnen, einen besseren Eindruck zu bekommen, sondern zeugt auch von ernsthaftem Interesse am Job.

Tipp 2: Das richtige Outfit wählen!

Zur Vorbereitung zählt auch das passende Outfit – schließlich ist bei uns der erste Eindruck (unterbewusst) schon entscheidend. Ein eher förmliches Erscheinungsbild ist hier meist angesagt, je nach Arbeitgeber. In der Regel liegen Sie mit Anzug (Herren) oder Kostüm mit eleganter Hose oder knielangem Rock (Damen) richtig. Von kurzen Shorts, ausgelatschten Schuhen oder aufreizender Kleidung ist in jedem Fall abzuraten – auch wenn Sie sich darin wohler fühlen würden.

Tipp 3: Unpünktlichkeit wird selten verziehen!
Planen Sie bei der Anfahrt einen ausreichenden Zeitpuffer ein. Wer gehetzt ins Unternehmen rauscht oder sogar zu spät kommt, hat meistens schon verloren. Der Eindruck, den Sie damit hinterlassen ist Unzuverlässigkeit und Chaos.

Tipp 4: Körpersprache ist dein Freund!
Schon vor dem Gespräch sagen Sie mit Ihrer Körpersprache viel über sich aus. Ein aufrechter Gang, ein fester Händedruck und Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber zeugen von Selbstbewusstsein und Stärke. Wenn Sie für das Gespräch Platz genommen haben, breiten Sie sich ruhig ein wenig aus. Wenn Sie sich klein machen, die Arme an den Oberkörper pressen und die Hände auf den Schoß legen, wirken Sie unsicher. Gestikulieren Sie ruhig ein wenig während des Gesprächs und vergessen Sie nicht, in passenden Situationen zu lächeln. Ein durchgehend starres Gesicht wirkt nicht nur steif und ängstlich, sondern auch unsympathisch.

Tipp 5: Kurz antworten, ruhig reagieren!
Seien Sie beim Gespräch so genau wie nötig, aber so knapp wie möglich. Sie sollten weder zu weit ausholen, noch „Ja“ oder „Nein“-Antworten geben. Werden Sie unterbrochen, oder stellt Ihr Gegenüber eine provokanten Frage, heißt es Ruhe bewahren. Nehmen Sie sich ruhig Zeit, um zu überlegen, anstatt das erstbeste zu sagen, was Ihnen unter Panik einfällt.

Tipp 6: Über Persönliches spricht man nicht!
Ja, Fragen zu Ihrer Familienplanung, etwaigen Krankheiten oder der gewählten Partei darf Ihr Interviewer Ihnen nicht stellen. Sollte es doch passieren – und Sie wollen den Job trotz Unverschämtheit immer noch – sollten Sie jedoch nicht mit einem schnippischen „Das geht Sie nichts an!“ antworten. Stattdessen lieber ausweichen, vielleicht mit ein wenig Humor darauf reagieren, aber höflich bleiben.

Tipp 7: Über Geld spricht man!
Die Frage nach den eigenen Gehaltsvorstellungen ist eine heikle – hier können Sie viel gewinnen, aber auch viel verlieren. Informieren Sie sich über das branchenübliche Gehalt und bewegen Sie sich bei Ihrem Vorschlag zumindest in der Nähe von diesem. In der Regel ist es besser, eher etwas höher anzusetzen, aber einen Spielraum einzuräumen. Achtung: Je mehr Sie verlangen, desto besser müssen Sie argumentieren können, warum Sie es verdienen! Keinesfalls sollten Sie sich deutlich unter Wert verkaufen: Das gibt dem Arbeitgeber den Eindruck, dass Sie entweder nicht viel von sich selbst halten, oder dass Sie von Geldsachen keine Ahnung haben. Außerdem ist es für Sie ärgerlich, im Nachhinein zu wissen, dass deutlich mehr möglich gewesen wäre.

Tipp 8: Nachhaken!
Erfragen Sie, wann Sie mit einer Entscheidung rechnen können. Verstreicht diese Frist und Sie haben noch nichts von Unternehmensseiten gehört,  rufen Sie an und fragen Sie nach. Das zeigt Initiative und gibt dem Arbeitgeber, der womöglich gerade überlegt, ob Sie die besten Wahl sind, einen Schubs in die richtige Richtung.